Alte Berufe Erlernen

Lernen Sie alte Berufe kennen

z. B. Schmied, Maurer, Schreiner, Steinmetz oder Dachdecker. Modernste Lehrgänge zur Wiederbeurteilung alter Berufe Besetzungen sind verschwunden oder bedroht: Schweizer Handwerker kämpfen für einen Generationenwechsel. Aber auch das Angebot an traditionellen Handwerkskursen steigt, wie ein Blick auf das Kursuszentrum Ballenberg verdeutlicht.

Schließlich werden sie zu Plastiken, die wir nicht zu Gesicht bekommen werden, da wir nur einen Tag im Kursuszentrum Ballenbergexterner Link sind.

Technologischer Wandel und die Internationalisierung der Weltwirtschaft haben das traditionelle Handwerk in der Schweiz schwer getroffen. Das sind nur vier der knapp 150 Handwerkslehrgänge, die im Laufe eines Jahrs am Ballenberg stattfinden. "â??Wir haben ein sehr breites Spektrum an klassischen Berufsgruppen auf allen Ebenen, vom AnfÃ?nger bis zum Spezialistenâ??, sagt der Leiter Adrian Knüsel.

In der Schweiz ist das Kurshaus Ballenberg seit 18 Jahren bestrebt, die Kenntnisse und Fähigkeiten in bedrohten Traditionsberufen zu vermitteln und zu vertiefen. Der Gedanke kam aus dem benachbarten Freiluftmuseum Ballenberg für ländliche Kulturen, von dem das Center eigenständig ist. Die Einrichtung "begann mit etwa 30 Studiengängen pro Jahr und ist im Laufe der Jahre kontinuierlich gewachsen", sagt Knüsel, der das Center seit 17 Jahren betreut.

Heute zieht die Anlage am Ballenberg zwischen 1100 und 1200 Menschen pro Jahr aus der ganzen Schweiz, aber auch aus dem In- und Ausland an. Die Kompetenz des traditionsreichen Kunsthandwerks ist Teil des unantastbaren kulturellen Erbes, das die Weltgesundheitsorganisation bewahren will. Im Jahr 2011 kam eine Untersuchung zu dem Schluss, dass von den 307 in der Schweiz registrierten klassischen Berufen bereits 23 verschwanden und 79 weitere ernsthaft gefährdet waren.

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass diejenigen Berufe, für die es keine doppelte Berufsausbildung gibt (das typisch schweizerische Hochschulsystem mit beruflicher Praxis und Theorie), stärker vom Verfall bedroht sind. Es handelt sich um Berufe, in denen jedes Jahr weniger als 80 Lernende in der Schweiz ausbilden. Andererseits können es sich viele Berufe, in denen individuelle Arbeit geleistet wird, nicht erlauben, die Lerner auszubilden, da diese Ausgaben für das Unternehmen zu drastisch wären.

Sie starten derzeit unter anderem mit Hilfe des Kurzentrums Ballenberg eine Infokampagne. Zunächst wurden die Lehrveranstaltungen auch auf Englisch durchgeführt. Außerdem ist "die Rede im Handel nicht wichtig: Man redet mit Händchen und Augen", unterstreicht der Regisseur. Viele der Teilnehmer, die wir kennen, haben das Gefühl, dass sie Materialien kreieren, Gerüche riechen, Geräusche wahrnehmen, etwas lernen müssen.

Das sind Menschen, die in ihrem täglichen Leben in sehr verschiedenen Berufsgruppen aktiv sind: von Medizinstudenten und Wirtschaftsinformatikern über Juristen und Bauern bis hin zu Psychoanalytikern, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und Rentnern. Manche sagen, dass sie bereits andere Lehrveranstaltungen am Ballenberg Center absolviert haben und dass sie sich sehr freuen, ihr Wissen zu erweitern oder neue Technologien aus anderen klassischen Berufsgruppen zu lernen.

Adrian Knüsel sagt, dass sie sich vor allem für das Basteln als Freizeitbeschäftigung und nicht als Profession interessiert haben. Aber es gibt auch junge Menschen, die gerne einmal testen würden, ob sie einen bestimmten Berufsstand mögen könnten. Und Menschen, die ihre Karriere ändern wollten. In den zwei- bis dreiwöchigen Kursen können Sie die Taster ausstrecken. Es werden aber auch diverse Schulungen angeboten, die bis zu drei Jahre andauern.

Erstmals werden ein- bis zwei-tägige, generationsübergreifende Lehrveranstaltungen angeboten, in denen Wissen und Können vermittelt werden. Doch nicht nur die Lehrveranstaltungen sind ein attraktives Erlebnis des Centers, das als landesweites Kompetenz-Zentrum für das traditionelle Kunsthandwerk auftritt. "Jüngstes Beispiel des Kursortes Ballenberg in dieser Hinsicht ist eine Sonderedition der Informationsbroschüre in deutscher und französischer Sprache, die sich dem kleinen Handwerksberuf widmet.

Anlässlich der ersten Schweizermeisterschaften, die vor kurzem in Bern stattfanden, stellt die Lehrlingsbroschüre 21 Berufe vor. Nicht nur, dass die Jugendlichen in der Bildung - und einige schon etwas älter - erläutern, was sie in ihrem Berufsleben tun, sondern auch über ihre Leistungsbereitschaft, Befriedigung, Schwierigkeiten erörtern.

Es geht darum, mehr Jugendliche für die immer selteneren Berufe zu gewinnen und sie über diese Berufe und ihre Zukunftschancen zu unterrichten. "Das haben alle Bildungs- und Berufsberater gefordert", sagt Knüsel. Dass in der Schweiz derzeit eine gewissermaßen wiederentdeckte traditionelle Handwerkskunst statt findet, zeigt auch die Faszination und Passion der Teilnehmer des Zentrums Ballenberg.

Aber es ist auch klar, dass es nicht an Challenges mangelt und dass die Bemühungen des Team im Kursort Oberland noch lange nicht erschöpft sind.

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