Abbruch Lehre

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Doch eine Kündigung muss nicht das Ende sein. Vor dem Abbruch der Lehre solltest du jedoch versuchen, die Situation selbst zu ändern. Was ist bei einem Abbruch der Ausbildung zu beachten?

Prinzipiell ist zwischen der Kündigung und der frühzeitigen Kündigung einer Lehrstelle zu differenzieren. Wird der Lehrvertrag gesetzlich gekündigt, ist weder eine Deklaration durch den Lehrling noch durch den Unterweisungsberechtigten erforderlich. Zu den Gründen, die zur Kündigung der Ausbildung geführt haben, gehören: Achtung: Nach dem Ende der Ausbildung gibt es prinzipiell das Recht, die Berufsausbildung fortzusetzen.

Im Falle der Auflösung des Ausbildungsverhältnisses hat der Auszubildende Anspruch auf die Vergütung des Auszubildenden, die im Tarifvertrag geregelten Aliquotenanteile der Sonderzahlung und die Entschädigung für den Urlaub. Der Ausbildungsvertrag wird für die Zeit der gesetzlichen Ausbildungszeit geschlossen und ist daher als befristetes Arbeitsverhältnis zu betrachten. Eine solche befristete Lehrstelle kann daher nicht auflösen.

Ein vorzeitiger Abbruch des Ausbildungsverhältnisses muss schriftlich erfolgen! Über die frühzeitige Beendigung muss der Lehrauftraggeber das Ausbildungsamt der Handelskammer unterrichten ( "Vorlage einer Abschrift der Niederschrift über die schriftliche Auflösungserklärung"). Für eine frühzeitige Beendigung gibt es fünf Möglichkeiten: Die ersten drei Monaten der Ausbildung werden als Praktikumsperiode betrachtet. Wenn ein Auszubildender in den ersten drei Monaten des Ausbildungsverhältnisses eine Berufsschulausbildung (acht bis zwölf Wochen) absolviert, werden die ersten sechs Kalenderwochen der eigentlichen innerbetrieblichen Ausbildung/Beschäftigung als Praktikumsperiode betrachtet, d.h. es wird nur die im Unternehmen aufgewendete Zeit berücksichtigt.

Der Ausbildungsvertrag kann während der Dauer des Praktikums sowohl vom Auszubildenden als auch vom Berechtigten unilateral und ohne Begründung sowie ohne Fristen- und Termineinhaltung durch den Auszubildenden und den Berechtigten in schriftlicher Form gekündigt werden. Möchte ein noch minderjähriger Praktikant den Ausbildungsvertrag während der Berufspraxis kündigen, bedarf es der Genehmigung des Rechtsvertreters.

Im Falle einer Willenskonkurrenz zwischen dem Lehrberechtigten und dem Auszubildenden kann der Ausbildungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen des Lehrberechtigten und des Auszubildenden in jedem Moment zu einem vorzeitigen Zeitpunkt beendet werden. Möchte ein noch kleiner Auszubildender im gegenseitigen Einvernehmen den Ausbildungsvertrag kündigen, bedarf er der Einwilligung seines Rechtsvertreters. Diese gütliche Lösung bedarf keiner Begründung. Auch für die Rechtsgültigkeit der gütlichen Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist es erforderlich, den Auszubildenden über die anderen nach dem Berufsbildungsgesetz geltenden Kündigungsmöglichkeiten und deren rechtliche Folgen zu informieren.

Achtung: Der Lehmberechtigte muss eine Abschrift der Niederschrift der Auflösungserklärung und dieser Weisungsbestätigung an das Ausbildungsamt der Handelskammer senden! Die einseitige und schriftliche Kündigung des Lehrvertrages durch den autorisierten Auszubildenden ist möglich, wenn: der Auszubildende einen Raub, eine Unterschlagung oder eine andere kriminelle Tat begangen hat, die ihn gegenüber dem autorisierten Auszubildenden unglaubwürdig macht; der Auszubildende mehr als einen Kalendermonat inhaftiert ist, mit Ausnahme der Untersuchungshaft; der Auszubildende den autorisierten Auszubildenden beschimpft oder gefahndet hat, dessen Mitarbeiter oder Haushaltsmitglieder ihn wortgetreu oder wortgetreu zu beschimpfen oder zu bedrohen gehabt haben;

die Auszubildenden versuchen, die Beschäftigten des Unternehmens zu veranlassen, Betriebsordnungen zu missachten, ein ungeordnetes Leben zu führen oder unanständige oder illegale Verhaltensweisen zu begehen; die Auszubildenden verletzen oder vernachlässigen trotz mehrfacher Abmahnungen ihre Aufgaben nach dem Berufsbildungsgesetz, dem Pflichtschulgesetz oder dem Ausbildungsvertrag; die Lehrlingsausbildung ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis an andere vergibt oder ohne Einverständnis des befugten Lehrlings ausnutzt; die Lehrlingsausbildung eine seiner Lehre abträgliche Teilzeitbeschäftigung ausübt; die Lehrlingsausbildung ohne Einverständnis des befugten Lehrlings eine Tätigkeit für Dritte ausübt und dafür eine Vergütung einfordert;;

der Ausbildungsling seinen Ausbildungsplatz unberechtigt beendet; der Ausbildungsplatz wird unbrauchbar und die Wiedererlangung dieser Kenntnisse ist nicht innerhalb der vorgesehenen Ausbildungszeit zu vermuten; der Ausbildungsplatz wird im Zuge der Berufsausbildung im Verband wegen schwerer Pflichtverletzungen nicht besetzt. Bei vorzeitiger Beendigung kann der Ausbildungsvertrag vom Auszubildenden unilateral und in schriftlicher Form gekündigt werden:

Die Ausbildung kann der Auszubildende nicht ohne Gesundheitsschäden weiterführen; der Auszubildende gibt seine Ausbildung auf; der Unternehmensbetrieb oder die Werkstatt wird dauerhaft in eine andere Kommune verlagert und es ist nicht zu erwarten, dass der Auszubildende eine längere Strecke zurücklegt (während der ersten zwei Monaten der Verlegung); der/die PraktikantIn in eine andere Gemeinschaft wechselt und es kann nicht erwartet werden, dass der/die PraktikantIn eine längere Strecke (während der ersten zwei Monaten nach dem Umzug) zurücklegt; der/die PraktikantIn wird von seinen/ihren Vorgesetzten oder anderen Rechtspflegern aufgefordert, ihn/sie zu unterstützen oder ihn/sie wegen einer wesentlichen Veränderung ihrer/ihrer Umstände überwiegend in ihrem/ihrer Unternehmen einzusetzen; der/die Juristische PraktikantIn oder der/die TrainerIn verletzt seine/ihr Amt grob;

die autorisierte Lehrkraft oder der Instruktor versucht, die Lehrkraft zu unanständigen oder illegalen Aktivitäten zu veranlassen; die autorisierte Lehrkraft oder der Instruktor die Lehrkraft mißhandelt, sie physisch bestraft oder sie im Wesentlichen wortgetreu beschimpft; die autorisierte Lehrkraft oder der Instruktor verzichtet darauf, die Lehrkraft vor missbräuchlicher Behandlung, körperlicher Bestrafung oder unanständigen Aktionen seitens der Mitarbeiter oder Mitglieder des Haushalts der autorisierten Lehrkraft zu beschützen;

die Auszubildenden sind nicht mehr in der Lage, ihre Pflichten aus dem Berufsbildungsgesetz oder dem Ausbildungsvertrag zu erfuellen; die Auszubildenden werden mehr als einen ganzen Kalendermonat inhaftiert, es sei denn, es wurde ein geschäftsführender Direktor oder Trainer ernannt; dem Auszubildenden wird keine vertraglich festgelegte Zusatzausbildung im ungerechtfertigten Umfang im geplanten Ausbildungsjahr im Sinne eines Ausbildungsverbandes gewährt.

Achtung: Es ist empfehlenswert, vor einer geplanten frühzeitigen Entlassung den Beistand der Arbeitskammer in Anspruch zu nehmen. Will ein noch minderjähriger Praktikant den Ausbildungsvertrag durch Rücktritt verfrüht kündigen, bedarf er der Einwilligung seines Rechtsvertreters. Haben die Auszubildenden die vorzeitige Beendigung des Ausbildungsvertrages verschuldet, hat der Auszubildende Anspruch auf eine Vergütung - mindestens bis zu drei Monate - für die verlorene Ausbildungszeit (Restlehrzeit, Weiterverwendungszeit).

Nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres und bei einer Ausbildungsdauer von mehr als drei Jahren kann der Auszubildende das Ausbildungsverhältnis auch bis zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres mit einer Kündigungsfrist von einem Kalendermonat vorzeitig aufheben. Ein Grund für diese außergewöhnliche Aufhebung ist nicht erforderlich. In diesem Fall hat die Lösung in schriftlicher Form zu geschehen. Mit der außerordentlichen Lösung durch den/die Lehrer ist ein Vermittlungsverfahren verbunden.

Die folgenden Arbeitsschritte sind um jeden Preis zu beachten, sonst ist die Lösung nicht rechtswirksam: Der Lehrauftraggeber hat den Auszubildenden, das Ausbildungsamt und ggf. den Betriebs- und Jugendrat über die angestrebte außerplanmäßige Aufhebung und die vorgesehene Eröffnung des Vermittlungsverfahrens längstens bis zum Ende des neunten oder zwanzigsten Ausbildungsmonats zu informieren. Bei dieser geplanten außerordentlichen Lösung muss diese nicht durch den autorisierten Lehrer begründet werden.

Bevor die außerordentliche Kündigung erklärt wird, muss ein Vermittlungsverfahren eingeleitet und abgebrochen werden. Das Erfordernis der DurchfÃ??hrung und Einstellung des Vermittlungsverfahrens entfÃ?llt, wenn der Auszubildende die Beteiligung an der Vermittlung zurÃ? Ziel der Vermittlung ist es, die Problemsituation für die Betroffenen verständlich zu machen und zu diskutieren, ob und unter welchen Bedingungen eine Weiterführung der Ausbildung möglich ist.

Die Lehrberechtigten schlagen dem Auszubildenden einen auf der Website des Bundesministeriums der Justiz registrierten Mittler vor. Die Lehrlingsausbildung kann die benannte Stelle sofort abweisen. In diesem Falle muss der autorisierte Lehrer zwei weitere registrierte Vermittler vorschlagen, aus denen der Auszubildende sofort eine einzige Personen auswählen muss. Wenn der Auszubildende keine Personen auswählt, wird der ursprüngliche Vorschlag akzeptiert.

Die Lehrberechtigten weisen den Vermittler bis zum Ende des zehnten Ausbildungsmonats oder bis zum Ende des zweiten Ausbildungsmonats an. Die Vermittlung umfasst auch den Lehrberechtigten, den Auszubildenden, bei seiner Minderheit auch den gesetzlichen Bevollmächtigten und auf Wunsch des Auszubildenden eine Vertrauensperson. Der Anspruchsberechtigte trägt die anfallenden Mietkosten.

Das Resultat ist: die Bereitwilligkeit des befugten Auszubildenden, die Lehre weiterzuführen oder die Aussage des Auszubildenden, nicht mehr auf die Weiterführung der Lehre zu drängen. Der Mediationsprozess ist auch dann zu beenden, wenn der Schlichter ihn für gekündigt hält oder zu Beginn des fünften Arbeitstages vor dem Ende des achten bzw. dritten Ausbildungsmonats, wenn mindestens ein Schlichtungsgespräch unter Mitwirkung des ermächtigten Lehrers oder in seinem Auftrag einer mit der Lehrlingsausbildung beauftragten Personen geführt worden ist.

Die Lehrberechtigten müssen die Meldung über die ausserordentliche Beendigung des Ausbildungsverhältnisses sofort der Ausbildungsstelle mitteilen. Das Ausbildungsamt muss das Regionalbüro des Arbeitsmarktservices (AMS) umgehend über die Aufhebung informieren, um einen ordnungsgemäßen Übergang der Ausbildung zu garantieren - innerhalb von drei Jahren. Bei außerordentlicher Kündigung muss die Kündigung in schriftlicher Form erfolgen. Bei außerordentlicher Kündigung ist die Kündigung zu erklären.

Das Auflösen des Ausbildungsverhältnisses ist keine Entlassung, sondern eine sui generis-Auflösung (eigener Art). Für die ausserordentliche Aufhebung gilt jedoch der spezielle Entlassungsschutz nach dem Entlassungsgesetz, dem Urlaubsgesetz des Vaters, dem Arbeitssicherheitsgesetz und für Betriebsratsmitglieder oder den Jugendtreuhandrat nach dem Arbeitsgesetz. Maßgebend ist das Datum der Auflösungserklärung. Kündigt der Lehrberechtigte während einer Abwesenheit vom Arbeitsplatz aufgrund von Krankheit, Unfalltod, Berufsunfall oder berufsbedingter Krankheit die Lehre vorzeitig, so hat der Lehrberechtigte auch bei vorzeitigem Ende der Lehre Anrecht auf Weiterzahlung der Vergütung für den im BAG festgelegten Zeitraum.

Achtung: Es empfiehlt sich prinzipiell, vor einer geplanten Liquidation oder unmittelbar nach einer vorgezogenen Liquidation die Arbeitskammer zu konsultieren. Nachdem Sie über die beabsichtigte außerplanmäßige Aufhebung informiert wurden, empfiehlt es sich, sich unverzüglich mit der Arbeitskammer in Verbindung zu setzen, um die vom Auszubildenden zu fassenden Beschlüsse zu klären.

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